Am Sonntag empfingen die Frauen des FSV Viktoria Brandenburg die Gäste der SpG
Treuenbrietzen/Brück zum Pokal-Viertelfinale. Bei bestem Fußballwetter sollten beide
Mannschaften den Zuschauenden eine spannende Partie liefern.
Die Gastgeberinnen starteten hellwach ins Spiel und konnten nach einem schnellen Angriff
durch Sandra Rusch bereits nach 54 Sekunden mit 1:0 in Führung gehen. Die Gäste
schienen vom frühen Gegentor überrascht zu sein, während die FSV Mädels direkt das Spiel
übernahmen und in der 8. Minute durch Nicki Preusker auf 2:0 erhöhen konnten.
In der weiteren Folge fand auch die SpG Treuenbrietzen/Brück besser ins Spiel, sodass sich
ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten ergab. Trotz guter Möglichkeiten
für beide Teams, ging es mit der 2:0 Führung aus FSV-Sicht in die Halbzeitpause.
Die Gäste hatten sich für die zweite Hälfte offensichtlich einiges vorgenommen und starteten
offensiv in den zweiten Durchgang. Nach einem schönen Zusammenspiel konnte die SpG
Treuenbrietzen/Brück in der 42. Minute den 2:1 Anschlusstreffer erzielen. Die
Gastgeberinnen ließen sich nach dem Gegentor etwas in die eigene Hälfte drängen und
mussten in Minute 56 den 2:2 Ausgleich hinnehmen.
Im Anschluss wurde die Partie wieder offener und die Zuschauenden bekamen viele
Torraumszenen zu sehen. Die FSV Mädels konnten sich hierbei bei ihrer Torhüterin Susanne
Schlothauer bedanken, welche ihre Mannschaft mit starken Paraden im Spiel hielt. Auf der
anderen Seite konnte Jessica Bothe mit einem schönen Schuss aus der zweiten Reihe in
der 65. Minute die erneute Führung für den FSV zum 3:2 erzielen.
Nur zwei Minuten später schloss Sandra Rusch mit einem gefühlvollen Schuss zum
vermeintlichen 4:2 ab. Der Ball sprang von der Unterkante der Latte aus Sicht der
Gastgeberinnen hinter die Torlinie, bevor die Torhüterin der Gäste den Ball zu fassen bekam.
Der Schiedsrichter entschied jedoch darauf, dass der Ball nicht gänzlich hinter der Linie war,
sodass es zunächst bei der knappen 3:2 Führung für die Brandenburgerinnen blieb.
Die Gäste witterten auf Grund des nicht gegebenen Tores nochmals ihre Chance und
drängten auf den Ausgleich. In der 72. Minute bekamen die Viktoria Mädels den Ball nicht
aus dem eigenen Strafraum, woraufhin die SpG Treuenbrietzen/Brück zum 3:3 abstauben
konnte. Mit diesem Ergebnis ging es in die Verlängerung.
Auch in der Verlängerung boten sich beide Teams, sowohl spielerisch als auch kämpferisch,
ein Duell auf Augenhöhe. Ein Tor wollte jedoch nicht mehr fallen, sodass es ins
Neunmeterschießen ging. In diesem konnten die Gäste das Spiel mit der neunten Schützin
für sich entscheiden und ins Pokal-Halbfinale einziehen.
Nach kurzer Enttäuschung über das unglückliche Ausscheiden machte sich bei den Viktoria
Mädels schnell der Stolz über die gezeigte Leistung breit. Hieran können die
Brandenburgerinnen anknüpfen und haben bereits am kommenden Sonntag die Möglichkeit,
in der Liga, den ersten Sieg der Rückrunde einzufahren.
Caro Fronz




