Unglückliche Niederlage in Potsdam

Am Sonntag reisten die Mädels vom FSV Viktoria zu den aktuellen Tabellenführern des FSV
Babelsberg ‘74 nach Potsdam. Die Gäste hatten mit einem Sieg die Möglichkeit, an die
Babelsbergerinnen heran zu rücken und auf dem zweiten Tabellenplatz zu überwintern.
Nach anfänglichem Abtasten übernahmen zunächst die Gastgeberinnen die Partie und
spielten munter nach vorne, ohne jedoch zwingend genug vor dem Tor zu werden. Dies lag
an der kompakt stehenden Viktoria-Abwehrreihe um Kapitänin Jana Pfaffe, Stella Markert
und Jessica Bothe, welche die entscheidenden Zweikämpfe für sich gewinnen konnten. Die
Viktoria-Mädels legten den Fokus aufs schnelle Umschaltspiel und auf Konter, die zwar
gefährlich waren, aber nicht zur Führung führten.
In der 28. Minute wurde die leichte spielerische Überlegenheit der Gastgeberinnen belohnt.
Nach einem schnellen Angriff über die rechte Seite war die FSV-Abwehr machtlos und die
Babelsbergerinnen gingen mit 1:0 in Führung. Der Führungstreffer gab den Mädels vom
FSV Babelsberg Rückenwind und so konnten sie nur fünf Minuten später, mit einem Schuss
aus der zweiten Reihe, noch vor der Pause das 2:0 nachlegen.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit nahmen sich die Gäste aus Brandenburg vor, offensiver zu
agieren und die Gastgeberinnen früh unter Druck zu setzen. Dies gelang so gut, dass
bereits fünf Minuten nach Wiederbeginn der Anschlusstreffer erzielt werden konnte. Nach
einem Ballgewinn von Jana Pfaffe steckte Carolin Fronz den Ball auf Sandra Rusch durch,
die mit einem satten Schuss in den Winkel das Tor zum 2:1 erzielen konnte.
Die Viktoria-Mädels waren in der Folge die spielbestimmende Mannschaft und drückten auf
den Ausgleich. Der Ball wollte jedoch nicht ins Tor. Nach einer Ecke von Carolin Fronz traf
Sandra Rusch per Kopf beide Pfosten, kurz bevor ein Schuss von Nicki Preusker von der
Torhüterin der Gastgeberinnen pariert werden konnte. Die Babelsbergerinnen wurden
hingegen durch Konter gefährlich, welche aber durch die Abwehr unterbunden wurden oder
von der starken Viktoria-Keeperin Susanne Schlothauer gehalten werden konnten.
Während die Gäste am Ausgleich schnupperten kam es in der 76. Minute zu einer
zumindest fragwürdigen Neunmeter-Entscheidung gegen die Viktoria-Mädels. Der
Verteidigerin sprang der Ball aus kurzer Distanz zunächst an den Oberschenkel und von dort
aus an den angelegten Arm. Der Schiedsrichter entschied auf Strafstoß, welcher in der
Folge verwandelt werden konnte. Bei den Brandenburgerinnen ließen daraufhin die Kräfte
etwas nach, sodass die Gastgeberinnen kurz vor Schluss noch auf 4:1 erhöhen konnten,
was auch den Endstand bedeutete.
Nach kurzer Enttäuschung über die zu hohe und auch etwas unglückliche Niederlage
machte sich auf Seiten des FSV Viktoria Brandenburg viel Stolz über die gezeigte Leistung
breit. Kämpferisch und spielerisch konnte man gegen die Favoriten aus Babelsberg nicht nur
mithalten, sondern war zumindest phasenweise sogar die bessere Mannschaft. Jetzt geht’s
in die wohlverdiente Winterpause, bis im März 2026 die Rückrunde startet.

Aufstellung: Susanne Schlothauer, Jana Pfaffe, Stella Markert, Jessica Bothe, Carolin Fronz,
Nicki Preusker, Sandra Rusch, Celine Wieczorek, Judith Reinicke

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