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Unserer Spielgemeinschaft fehlten Sekunden zum Sieg

von Andreas Ziehm

Im Heimspiel gegen FC Rot Weiß Nennhausen musste sich die SpG mit einem 3:3 begnügen. Die Gäste begannen schwungvoll und die Brandenburger waren in den ersten 10 Minuten noch gar nicht richtig auf dem Platz. Bereits nach 7 Minuten verhinderte die Latte die Gästeführung, als Claas Albrecht eine Flanke direkt auf das Tor schoss. Den ersten Schuss der Heimelf sahen die Zuschauer in der 10. Minute von Eugen Klassen, mit welchem FC Torwart Valentino Neumann aber wenig Schwierigkeiten hatte. Jetzt wurde die Spielgemeinschaft stärker und das Spiel war nun ausgeglichen, dennoch hektisch und sehr zerfahren. Torchancen gab es kaum auf beiden Seite. Nach etwa einer halben Stunde wurde es jedoch turbulent. In der 28. Minute wurde Erik Glatzer im Strafraum von den Beinen geholt und es gab völlig zu Recht Strafstoß. Eugen Klassen zeigte sich nervenstark und verwandelte sicher zum 1:0. Nur zwei Minuten später war allerdings auch Eugen Klassen der Pechvogel, der nach einem Nennhausener Freistoß den Ball mit dem Kopf ins eigene Tor beförderte. Der Sekundenzeiger drehte sich gerade mal eine Runde, da führte die SpG wieder. Stephan Skorsetz flankte aus dem Halbfeld vor das Tor, wo Erik Glatzer den Ball klasse annahm und mit einem Drehschuss das 2:1 markierte. In den letzten Minuten drängten die Gäste nochmal. Doch die Brandenburger konnten den knappen Vorsprung in die Pause retten.

Die zweite Hälfte gehörte zunächst den Gästen, die nun klar tonangebend waren. Trotz spielerischer Überlegenheit, konnten sich die Rot Weißen keine Torchancen erarbeiten. Die SpG jedoch war ihrerseits kaum in der Lage, für Entlastung zu sorgen. Zweikampfschwach präsentierten sich die Gastgeber in dieser Phase. In der 74. Minute fiel dann der längst fällige Ausgleich. Nach einer Flanke von rechts kam Sebastian Koch an den Ball, der seine ganze Routine ausspielte und zum 2:2 traf. Die Brandenburger investierten nun wieder etwas mehr und konnten öfter für Entlastung sorgen. Torchancen gab es aber auch hier keine. Umso überraschender fiel in der 89. Minute das 3:2 für Lok/Viktoria. Eugen Klassen zog von der rechten Strafraumkante ab. Erik Glatzer hielt den Fuß hin und lenkte so zum vielumjubelten Führungstreffer unhaltbar ab. Der Schiedsrichter zeigte 3 Minuten Nachspielzeit an und Rot Weiß rannte mit dem Mut der Verzweiflung an. 94 Minuten waren bereits gespielt, als es eine letzte Ecke für den FC gab. Der Eckball kam zu Fabian Kunz, der von der Strafraumecke abzog und die Kugel durch gefühlte fünfzig Beine den Weg ins Tor fand. Auf Grund des extrem späten Ausgleiches, fühlte sich das Unentschieden für die Brandenburger wie eine Niederlage an. Unter dem Strich war es aber ein gerechtes Unentschieden in einem sehr zerfahrenen und hektischen Spiel.

1:0    Eugen Klassen      (29.) EF

1:1    Eugen Klassen      (31.) ET

2:1    Erik Glatzer          (32.)

2:2   Sebastian Koch       (74.)

3:2   Erik Glatzer           (89.)

3:3   Fabian Kunz           (90+5)

SpG Lok/Viktoria: Alexander Ziem, Danny Pfeiffer, Enrico Krause, Lucas Zygowski, Stephan Skorsetz, Marcel Lopez (79. Idris Abdulaziz), Eugen Klassen, Martin Dimitrov, Christopher Focke, Erik Glatzer, Ronny Schulze (90. Benjamin Mohr)

 

Michael Schumann

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