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Spielgemeinschaft geht in Lehnin unter

von Andreas Ziehm

SpG Lok/Viktoria kommt unter die Räder

Bei Kloster Lehnin unterlag die SpG vor über 150 Zuschauer deutlich mit 0:4. Nach einer so deftigen Niederlage sah es zunächst nicht mal ansatzweise aus. Die Brandenburger erwischten den besseren Start. Bereits in der 2. Minute erkämpfte sich Erik Glatzer das Leder, zog aus 20 Meter ab und der Ball klatschte an die Latte. Neun Minuten später setzte sich Ronny Schulze mit einem tollen Solo durch, umspielte schon den Torwart aber im letzten Moment wurde sein Schuss von der Linie gekratzt. Immer wieder rollten Angriffe auf das Lehniner Tor zu. Es dauerte etwa 20 Minuten, ehe die Heimelf erste Angriffe startete und dabei auch brandgefährlich wurde. Jetzt war die Partie auch ausgeglichen. Die Klosterbrüder verlegten sich mehr und mehr auf die körperbetonte Spielweise und schienen damit erfolgreich zu sein. In der 25. Minute setzte sich Bastian Kranz recht rustikal auf der rechten Seite durch und zog dann von der rechten Strafraumkante ab und versenkte die Kugel zum 1:0 ins Netz. Die SpG versuchte, den Ausgleich zu erzielen, hatte aber nun nicht mehr die Offensivpower der ersten Viertelstunde. In der 28. Minute verhinderte der Lehniner Schlussmann, Martin Jähnig, das 1:1, als er einen guten Freistoß von Eugen Klassen parierte. Zwei Minuten später konnte sein Gegenüber, Alexander Ziem, einen Schuss von Dennis Schulz abwehren. In der 36. Minute kam Johannes Kabelitz nach einer Ecke völlig frei zum Kopfball aber Stefan Fahlenberg stand goldrichtig auf der Linie und verhinderte den zweiten Treffer. In den letzten Minuten passierte nicht mehr viel in einer ausgeglichenen ersten Hälfte.

In der zweiten Hälfte erwischte die Heimelf den besseren Start. Die Brandenburger Abwehr konnte den Ball nicht aus der Gefahrenzone befördern. So kam eine Flanke von der rechten Seite. Andre Schulz räumte mit hartem Einsatz seinen Gegenspieler aus dem Weg und schoss aus 16 Meter das Leder in die Maschen. Die Havelstädter waren konsterniert und fanden nun kaum noch statt. Die Lehniner gingen nun immer robuster zu Werke und die SpG war sichtlich beeindruckt. Hinzu kamen bei der Spielgemeinschaft eine unglaublich hohe Fehlpassquote und jede Menge technische Fehler. Kloster war nun die klar bessere Mannschaft und Alex Ziem musste zwischen der 50. und 60. Minute gleich dreimal Kopf und Kragen riskieren, um einen höheren Rückstand zu verhindern. Es war eine Frage der Zeit, wann der dritte Treffer fiel. Kaum ein Brandenburger erreichte in der zweiten Hälfte noch Normalform und Lehnin gewann nun fast alle Zweikämpfe. In der 81. Minute fiel dann das hochverdiente 3:0. Ein langer Ball auf Sven Steittmann, der seinen Gegenspieler einfach abschüttelte und aus 16 Meter die Kugel ins Tor drosch. Die Heimelf schaltete einen Gang zurück und die Gäste konnten sich etwas befreien. Torchancen gab es aber kaum noch. Viel zu ungenau und ohne Biss agierten die Brandenburger. Bezeichnend für den völlig desolaten Auftritt der SpG, war der 4. Treffer in der Nachspielzeit. Der Ball rollte in Richtung Seitenauslinie. Die gesamte SpG Mannschaft stellte das Spielen ein. Nicht so der Lehniner Christian Fiedler, der sich den Ball noch vor der Auslinie erlief und von dort den Ball ungehindert ins Tor schoss. Am Ende war der Sieg auch in der Höhe völlig verdient, gegen eine Brandenburger Mannschaft, die in der zweiten Hälfte alles vermissen ließ, was das Fußballspielen ausmacht.

1:0     Bastian Kranz                         (24.)

2:0     Andre Schulz                          (46.)

3:0     Sven Steittmann                    (79.)

4:0     Christian Fiedler                    (90 +3)

SpG Lok/Viktoria: Alexander Ziem, Danny Pfeiffer, Benjamin Mohr (83. Martin Dimitrov), Stephan Skorsetz, Florian Wegner, Matthias Herbeck, Marcel Lopez (68. Hashim Karisa Kazungu), Eugen Klassen, Erik Glatzer, Stefan Fahlenberg, Ronny Schulze (68. Julian Staschko)

Michael Schumann

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