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Spielgemeinschaft besiegt den Spitzenreiter

von Andreas Ziehm

Im Spiel der einzigen ungeschlagenen Mannschaften der Rückrunde besiegte die Spielgemeinschaft den SV Hohennauen mit 2:1. Da der angesetzte Schiedsrichter nicht erschien, wurde kurzfristig ein Ersatz gefunden. Martin Kollmann sprang temporär ein und machte seine Sache ausgezeichnet. Es war ein Spitzenspiel, welches dieses Prädikat auch verdiente. Vom Anpfiff weg war es ein intensives Spiel mit vielen Zweikämpfen und reichlich Torchancen. Schon in der 6. Minute hatte Erik Glatzer das 1:0 auf dem Fuß. Nach Pass von Eugen Klassen tauchte er allein vor dem Tor auf, schoss den Ball aber aus 3 Metern weit ins Aus. 6 Minuten später gingen die Brandenburger in Führung. Erik Glatzer spielte den Pass in den Rücken der Gästeabwehr auf Ronny Schulze, der frei vor Torwart Christopher Kürbis auftauchte und zum 1:0 einschob. Die Führung stachelte die Gäste an, welche daraufhin mehr und mehr das Kommando übernahmen. Immer wieder spielte Hohennauen schnell über die Außen, um dann zu flanken. Nachdem Alexander Ziem in der 17. Minute einen Schuss von Michael Dietrich mit einem tollen Reflex über die Latte lenkte, hatten die Gäste Chancen im Fünf-Minuten-Takt. In der 26. Minute konnte Danny Pfeiffer einen Schuss im letzten Moment blocken und so das sichere 1:1 verhindern. Im Anschluss an diese Chance konterte die Heimelf und Stefan Fahlenberg wurde im gegnerischen Strafraum zu Fall gebracht. Folgerichtig gab es Strafstoß inmitten der Drangperiode der Hohennauener. Ronny Schulze trat an und setzte den Ball ans Lattenkreutz, womit er das moralisch wichtige 2:0 vergab. Drei Minuten später waren wieder die Gäste dran. Nach Freistoß kam Marco Lamprecht zum Kopfball, aber der Brandenburger Torwart war erneut mit einer Glanztat zur Stelle. Kurz vor der Pause kamen die Hohennauener dann doch zum hochverdienten Ausgleich. Der schnelle Michael Dietrich setzte sich über links durch, flankte vor das Tor, wo erneut Marco Lamprecht zum Kopfball kam und die Kugel unhaltbar zum 1:1 versenkte. Kurz danach war Halbzeit in einer temporeichen Begegnung, in der die Gäste das etwas bessere Team waren.

In der zweiten Halbzeit sahen die Zuschauer, unter denen auch zahlreiche Schlachtenbummler aus Hohennauen waren, weiterhin guten Fußball. Die Spielgemeinschaft war jetzt aber etwas besser und hatte gute Möglichkeiten. Vor allem bei Standards wurde es gefährlich. In der 59. Minute lenkte Christopher Kürbis einen guten Freistoß von Philipp Mähne mit einem super Reflex über die Latte. Das Spiel wog nun hin und her und beide Abwehrreihen hatten Schwerstarbeit zu verrichten. Die Brandenburger wirkten mannschaftlich aber geschlossener und kämpften um jeden Zentimeter. In der 69. Minute fiel das entscheidende 2:1. Marcus Herbeck erkämpfte sich an der Mittellinie den Ball und spielte blitzschnell nach Aussen auf Eugen Klassen. Der flankte scharf vor das Tor, wo Torjäger Ronny Schulze nur noch den Fuß hinhalten musste, um den Ball im Kasten zu versenken. Die Gäste wurden nun wieder etwas stärker, doch die Abwehr der Heimelf stand sehr sicher und ließ nicht mehr viel zu. Lok/Viktoria konterte und war dabei brandgefährlich. Bei einem diesem Konter flankte Lucas Zygowski auf Erik Glatzer, dessen Kopfball haarscharf über das Tor strich. Dies war die letzte große Möglichkeit in diesem Spiel. Der SV setzte alles auf eine Karte, sein absoluter Wille fehlte jedoch. In der Schlussphase ging den Gästen etwas die Luft aus und die SpG konnte mit viel Einsatz und großem Willen den knappen Sieg über die Zeit bringen. Am Ende war der knappe Sieg durchaus verdient. Die SpG zeigte vor allem kämpferisch eines seiner besten Spiele und wusste mannschaftlich zu überzeugen. Im Kampf um die Meisterschaft ist es nun noch spannender geworden.

1:0 Ronny Schulze    (12.)

1:1 Marco Lamprecht (43.)

2:1 Ronny Schulze    (69.)

SpG Lok/Viktoria: Alexander Ziem, Matthias Herbeck, Danny Pfeiffer, Philipp Mähne, Lucas Zygowski, Christopher Focke, Ricardo Neugebauer (30. Marcus Herbeck), Stefan Fahlenberg (65. Enrico Krause), Eugen Klassen, Erik Glatzer, Ronny Schulze (80. Niklas Hornke)

Michael Schumann

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