Die SpG Lok/Viktoria Brandenburg kommt im Heimspiel gegen SV Dallgow II mit 2:6 unter die Räder. Der deutliche Sieg im Auftaktspiel in Falkensee täuschte noch über den schwachen Auftritt hinweg. Mit dem SV Dallgow stand der SpG aber ein anderes Kaliber gegenüber, das die Schwächen der Havelstädter schonungslos aufzeigte und auch bestrafte. Bereits nach 6 Minuten musste Loktoriatorwart Erik Schmidt den Ball aus dem Netz holen. Die Brandenburger Abwehr griff den Gegner in der eigenen Hälfte nicht richtig an. Der Ball kam zu Leon Hensel, der ebenfalls nicht gestört wurde und so mit einem platzierten Schuss an den linken Innenpfosten das 0:1 erzielte. Die SpG war in der Folgezeit zwar bemüht, machte es dem Gegner durch technische Unzulänglichkeiten das Leben aber nicht wirklich schwer. Die Gäste waren insgesamt giftiger und vor deutlich ballsicherer. In der 16. Minute konterte Dallgow, nach einer Brandenburger Ecke, mustergültig mit schnellem Umschaltspiel. Am Ende schoss Justin Enderle aufs Tor, aber Erik Schmidt konnte zur Ecke lenken. Bei der anschließenden Ecke stieg Sascha Jahn am höchsten und köpfte zum 0:2 ein. Den ersten Schuss der Heimelf in Richtung Gästetor sahen die Zuschauer in der 19. Minute durch Steffen Baumann, der allerdings deutlich über das Gehäuse flog. In der 31. Minute wurde Loktoria mit einem langen Ball überspielt und Leon Hensel lief allein auf das Tor zu, scheiterte aber am gut haltenden Erik Schmidt. Eine Minute später fiel dann doch das 0:3. Einen Einwurf eines Brandenburgers konnte sein Mitspieler nicht richtig annehmen, so dass Dallgow den Ball gewann, schnell umschaltete und Luca Hensel am Ende erfolgreich abschloss. In der 35. Minute hatte die Spielgemeinschaft das erste Mal der Torschrei auf den Lippen, als Danny Pfeiffer nach einer Ecke zum Kopfball kam und das Tor nur wenige Zentimeter verfehlte. Die Heimelf wurde nun immer aktiver, aber nur selten zwingender. Quasi mit dem Halbzeitpfiff erzielte Niklas Strehle doch noch den Anschlusstreffer. Nach einer Ecke kam er an der Strafraumkante an den Ball und mit einem satten Schuss landete die Kugel unhaltbar im Netz. Danach war Pause.
Der Treffer kurz vor der Pause gab den Brandenburger neuen Mut und dementsprechend schwungvoll begann die SpG. Nun agierte die Heimelf aggressiver und war leicht überlegen. Mitten in diese Drangphase dann der nächste folgenschwere Aussetzer der Brandenburger. Benjamin Mohr spielte einen Querpass in die Füße des Dallgowers Nils von der Ahe, der allein auf Erik Schmidt zulief, nochmal quer auf Leon Hensel passte, der das Leder nur noch ins leere Tor zum 1:4 schieben brauchte. Von diesem Nackenschlag sollte sich die SpG so schnell nicht erholen, zumal Stefan Fahlenberg in der 63. Minute die gelb-rote Karte sah und Loktoria mit einem Mann weniger auf dem Platz stand. In der Folgezeit lieferte sich Nils von der Ahe fast ein Privatduell mit Torwart Erik Schmidt. Ein ums andere Mal lief der Stürmer allein auf dem Keeper zu und jedes Mal verhinderte Schmidt mit tollen Reflexen einen höheren Rückstand. Als Ronny Schulze in der 80. Minute mit einem feinen Heber aus 20 Metern praktisch aus dem Nichts das 2:4 erzielte, keimte plötzlich wieder Hoffnung auf, die aber nur 1 Minute später von Martin Schulze im Keim erstickt wurde. Eine Flanke von der linken Seite rutsche ihm vermutlich über den „Schlappen“ und senkte sich unhaltbar im langen Eck zum 2:5. Zwei Minuten später tanzte Onur Urgurlu die halbe Hintermannschaft der SpG aus und versenkte aus 10 Metern zum 2:6. In der Schlussminute brachte Mohamad Abdullatif das Kunststück fertig und schoss aus 5 Metern den Ball deutlich über das leere Tor. Der gute Schiedsrichter pfiff das Spiel äußerst pünktlich ab und die Brandenburger waren darüber nicht böse, war man doch mit 6 Gegentreffern noch gut bedient.
0:1 Leon Hensel (6.)
0:2 Sascha Jahn (16.)
0:3 Luca Hensel (32.)
1:3 Niklas Strehle (45.)
1:4 Leon Hensel (55.)
2:4 Ronny Schulze (80.)
2:5 Martin Schulze (81.)
2:6 Onur Ugurlu (83.)
SpG Loktoria: Erik Schmidt, Danny Pfeiffer, Martin Dimitrov, Benjamin Mohr (68. Florian Wegner), Luke Bartel (46. Matthias Herbeck), Steffen Baumann, Florian Linke ( 74. Janek Lindemann), Philipp Mahlow (46. Ronny Schulze), Niklas Strehle, Dustin Pielusch (46. Stefan Fahlenberg), Erik Glatzer,
Michael Schumann

