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Spielgemeinschaft mit unnötiger Niederlage

von Andreas Ziehm

Gegen FSV Wachow/Tremmen verliert die SpG ihr Heimspiel vor 70 Zuschauern mit 2:1. Die Spielgemeinschaft wollte den Aufwärtstrend der letzten Wochen unbedingt fortsetzen und den nächsten Sieg einfahren. Leider zeigten die Akteure in der Anfangsphase auf dem Platz das komplette Gegenteil. Katastrophales Zweikampfverhalten, hohe Fehlpassquote und mangelnde Einstellung ließen die Gäste gut ins Spiel kommen. Wachow/Tremmen schlug nur lange Bälle in die Spitze und stürzte die Heimelf damit von einer Verlegenheit in die nächste. Nach nur 8 Minuten gingen die Gäste auf etwas kuriose Weise in Führung. Der Ball war bereits einen Meter im Toraus, als Philipp Mähne die Kugel mit einer Kerze wieder ins Feld schlug. Die Brandenburger waren mal wieder so blauäugig, warteten auf den Pfiff und stellten das Spielen ein. Nicht so Rene Kopka, der weiterspielte und den Ball einfach ohne Gegenwehr ins Tor köpfte. Zum Entsetzen der SpG zählte der Treffer. Die Spielgemeinschaft blieb weiterhin völlig blass und harmlos. Bezeichnend war die 16. Minute. Lucas Zygowski ließ sich als fast letzter Mann den Ball von Rene Kopka wegschnappen. Der lief alleine auf das Tor zu, passte quer auf Jan Höhne, der das Leder nur noch ins leere Tor zum 0:2 schieben brauchte. Die erste riesen Möglichkeit hatten die Brandenburger in der 17. Minute. Eugen Klassen schlug einen Ball vor das Tor. Da die Gäste auf Abseits spielten, was in dem Fall misslang, stand der Brandenburger allein am Elfmeterpunkt, köpfte das Leder jedoch völlig unbedrängt in die Arme des Gästetorwarts Ben Teschner. Im Gegenzug fiel fast das dritte Tor. Wieder wurde die SpG mit einem langen Ball überspielt. Von links kam die Flanke auf Christian Zieris, dessen Kopfball aber an die Latte klatschte. Dies war wohl ein Weckruf für Lok/Viktoria, welche nun endlich ihre Lethargie ablegten und mehr für das Spiel taten. Der FSV Torwart konnte sich in der 26. Minute auszeichnen, als er einen guten Drehschuss von Erik Glatzer stark hielt. Die Heimelf übernahm mehr und mehr das Kommando und drängte auf den Anschlusstreffer. Kurz vor der Pause verfehlte wieder Erik Glatzer mit einem Schuss aus 20 Meter nur wenige Zentimeter das Tor. So ging es mit dem 0:2 in die Pause.

Im Gegensatz zur ersten Halbzeit waren die Brandenburger gleich von Beginn an hell wach. Ein Torwartfehler von Ben Teschner in der 49. Minute bescherte Stephan Skorsetz den Anschlusstreffer. Aus 22 Meter schoss er einfach auf das Tor und der Keeper ließ den harmlosen Ball durch die Hände rutschen, wonach die Kugel im Netz lag. Nur eine Minute später machte er seinen Fehler wieder gut. Erik Glatzer bediente Lucas Zygowski mit einem Traumpass, welcher alleine vor dem Torwart auftauchte. Der konnte den Schuss mit einer tollen Fußabwehr um den Pfosten lenken. Jetzt spielte nur noch die SpG. Die Gäste standen tief und versuchten zu kontern, kamen aber kaum noch über die Mittellinie. Lok/Viktoria berannte das Tor, fand aber in der dichten Abwehr nur selten eine Lücke. Konnte man doch mal durchbrechen, war Ben Teschner zur Stelle. So entwickelte sich eine Abwehrschlacht. Erst in der 87. Minute kam Wachow/Tremmen mal wieder vor das Tor. Nach einer Flanke kam ein Stürmer zum Kopfball, verfehlte aber buchstäblich um Millimeter die Entscheidung. Die SpG versuchte in den Schlussminuten nochmal alles. In der Nachspielzeit verhinderte wieder mal Ben Teschner mit einer Glanzparade den längst fälligen Ausgleich, als er einen platzierten Schuss von Eugen Klassen aus der Ecke fischte. So blieb es am Ende bei einem äußerst glücklichen Sieg für Wachow/Tremmen, welche die katastrophalen 20 Anfangsminuten der SpG eiskalt ausnutzten.

0:1 Rene Kopka        (8.)

0:2 Jan Höhne           (16.)

1:2 Stephan Skorsetz   (49.)

SpG Lok/Viktoria: Eric Schuffenhauer, Ricardo Neugebauer (13. Martin Dimitrov), Enrico Krause, Lucas Zygowski (72. Christopher Focke), Philipp Mähne, Danny Pfeiffer, Eugen Klassen, Alex Klassen, Stephan Skorsetz, Erik Glatzer, Ronny Schulze (79. Niklas Hornke)

Michael Schumann

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