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Spielgemeinschaft mit Nullnummer in Friesack

von Andreas Ziehm

Bei der Eintracht Friesack ließ die Spielgemeinschaft zwei Punkte liegen und trennte sich 0:0. Die Friesacker konnten auf einige Akteure ihrer spielfreien Kreisoberligamannschaft zurückgreifen und waren dadurch spielerisch deutlich stärker, als es ihr derzeitiger Tabellenplatz aussagt. Vor allem Sharo Aziz Habib merkte man die Erfahrung der KOL an. Die erste Möglichkeit des Spiels hatte aber Eugen Klassen auf Seiten der Gäste. Sein guter Schuss aus 30 Meter strich nur knapp am Angel vorbei. Nach zehn Minuten wurde Eintracht etwas besser. Immer wieder riss Sharo Aziz Habib Lücken in die Abwehr der Brandenburger. In der 12. Minute schickte er Sebastian Nehls über Außen, der mit einer guten Flanke Sven Lehnicker bediente. Zum Glück aus Brandenburger Sicht traf er den Ball nicht richtig und die Großchance verpuffte. Drei Minuten später traf Sharo Aziz Habib mit einem Freistoß aus 17 Meter die Latte. Lok/Viktoria bekam kaum Kontrolle über das Spiel. Durch einfache technische Fehler machte man es der Heimelf sehr leicht. Mitte der ersten Halbzeit stand Friesack sehr tief und lauerte auf Konter. Diese ergaben sich meist durch Fehlpässe und einfache Ballverluste der Gäste. So in der 32. Minute, als Philipp Mähne einen Fehlpass spielte, die Friesacker sofort umschalteten und Sharo Habib allein auf das Tor zulief. Das Leder schob er jedoch neben das Tor. Die SpG hatte in den letzten zehn Minuten der ersten Hälfte zwar deutlich mehr Ballbesitz, Torchancen konnte man sich aber nicht erspielen. So ging es mit dem 0:0 in die Pause.

Nur wenige Sekunden waren in der zweiten Halbzeit gespielt, da hatten die Brandenburger Glück. Erneut setzte sich Sharo Aziz Habib über Links durch, passte in die Mitte, wo die Brandenburger den Ball nicht klären konnten. So kam ein Friesacker wenige Meter vor dem Tor frei zum Schuss. Alex Ziehm im Tor der SpG konnte die Kugel mit einem tollen Reflex an die Latte lenken. Nach dieser Schrecksekunde wurden die Gäste besser und drängte die Eintracht immer mehr in die Defensive. In der 50. Minute traf Stefan Fahlenberg nach einem Freistoß von Matthis Herbeck ebenfalls nur die Latte. Nach tollem Zuspiel von Stefan Fahlenberg kam sechs Minuten später Erik Glatzer frei zum Schuss. Aber aus 11 Meter ging der Ball wenige Zentimeter neben das Tor vorbei. Friesack lauerte weiter auf Konter und versuchte immer wieder, ihren schnellen Stürmer Sharo Habib mit Bällen zu versorgen. In der 64. Minute flog wieder ein langer Ball in Richtung Brandenburger Tor. Philipp Mähne verschätzte sich und Sebastian Nehls hatte plötzlich freie Bahn. Aus 22 Meter versuchte er es mit einem Heber, doch wieder verhinderte der Querbalken den Einschlag. Zwei Minuten später versuchte es Felix Wohlgetan mit einem Distanzschuss aus gut 30 Meter. Alex Ziehm war aber hellwach und konnte den guten Schuss parieren. In den letzten zwanzig Minuten drängten die Gäste auf die Führung. Eintracht kam kaum noch aus der eigenen Hälfte. In der 80. Minute konnte ein Freistoß von Eugen Klassen im letzten Moment von der Linie geschlagen werden. 6 Minuten später setzte sich Ronny Schulze über Links durch, übersah aber seinen besser positionierten Mitspieler, so dass sein nicht allzu scharfer Schuss mit links erneut von der Linie gekratzt wurde. In der 90. Minute hätte Erik Glatzer alles klar machen müssen. Er erlief einen langen Ball, umkurvte den Torwart, traf aber das Leder nicht richtig, um ihn im leeren Tor unterzubringen. So blieb es beim durchaus gerechten Unentschieden. Pech für die Brandenburger, dass sie auf eine 2. Mannschaft der Eintracht Friesack trafen, die mit Spielern der 1. Mannschaft verstärkt wurden, welche unterm Strich auch den Unterschied ausmachten.

Tore: Fehlanzeige

SpG Lok/Viktoria: Alex Ziehm, Philipp Mähne, Marcus Hebeck (65. Lucas Zygowski), Matthias Herbeck, Gregor Just, Ricardo Neugebauer, Eugen Klassen, Stefan Fahlenberg (68. Marcel Lopez), Dominic Sägling, Erik Glatzer, Ronny Schulze

Michael Schumann

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