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Die Spielgemeinschaft trotzt dem Aufsteiger einen Punkt ab

von Andreas Ziehm

Die SpG Lok/Viktoria spielte im Derby beim BSRK 4:4. Beim bereits feststehenden Aufsteiger wollte sich die Mannschaft von Trainer Christian Aumann achtbar aus der Affäre ziehen und mindestens einen Punkt mitnehmen. Zu Beginn der Partie war die SpG gleich spielbestimmend und hatte in den ersten zwanzig Minuten mehrere Großchancen, die aber allesamt kläglich vergeben wurden. Dem BSRK merkte man an, dass die Saison gelaufen war. Der Favorit hatte keine Torchance. Umso überraschender ging der Gastgeber in der 26. Minute in Führung. Ein Freistoß aus dem Halbfeld wurde in den Strafraum geschlagen, wo Matthias Stimming am höchsten stieg und das Leder im Angel versenkte. Nur 2 Minuten später erhöhte der BSRK sogar auf 2:0. Wieder gab es Freistoß. Andre Behnke trat diesen aus 35 Meter in Richtung Tor und an Freund und Feind vorbei lag der Ball im Netz. Somit war der Spielverlauf völlig auf den Kopf gestellt. Lok/Viktoria ließ sich aber nicht beirren und drängte auf den Anschlusstreffer. In der 33. Minute war es soweit. Nach einer Flanke von Max König war Ronny Schulze mit dem Kopf zur Stelle und markierte das 2:1. Fünf Minuten später  erzielte der Torjäger der Gäste dann den hochverdienten Ausgleich. Danilo Nauruschkat im Tor des BSRK wagte einen Ausflug und vertendelte den Ball. Ronny Schulze erkannte die Situation blitzschnell und schob die Kugel aus 30 Meter ins leere Tor. Kurz vor der Pause gingen die Gäste sogar in Führung. Max König zog aus 20 Meter ab. Sein platzierter Flachschuss landete am Innenpfosten und von da im Tor. Mit der verdienten Gästeführung ging es kurz danach in die Pause.

In der zweiten Halbzeit wurde der Tabellenzweite etwas aktiver. In der 62. Minute musste Philipp Mähne einen Kopfball auf der Linie für seinen geschlagenen Torwart klären. Zehn Minuten später stand Enrico Krause goldrichtig auf der Linie und verhinderte den Ausgleich. Lok/Viktoria spielte trotzdem weiter nach vorne, konnte aber die sich bietenden Räume durch ungenaue Pässe nicht nutzen. Oftmals wurde aus verheißungsvollen Positionen zu wenig gemacht. In der 77. Minute mussten die Gäste den Ausgleich hinnehmen. Wieder war es ein Standard. Manuel Ryll zirkelte einen Freistoß über die Mauer unhaltbar in den linken Winkel. Die Spielgemeinschaft schlug aber nochmal zurück. Philipp Mähne schlug einen langen Pass auf Ronny Schulze. Der spielte noch zwei Abwehrspieler aus und schob das Leder dann überlegt zum 4:3 ein. Als alle schon mit einem Gästesieg rechneten, kam der BSRK doch noch zum etwas glücklichen Ausgleich. Manuel Ryll schoss aus 20 Meter auf das Tor. Der Ball wäre vermutlich weit neben das Tor gegangen, hätte sich Christopher Focke nicht in den Ball geworfen und ihn so unhaltbar ins eigene Tor gelenkt. Kurz danach war Schluss. Für die SpG fühlte sich das Unentschieden wie eine Niederlage an. Hatte man doch den designierten Aufsteiger über weite Strecken im Griff und schrammte nur 2 Minuten an einer kleinen Überraschung vorbei.

1:0    Matthias Stimming        (26.)

2:0    Andre Behnke               (28.)

2:1    Ronny Schulze              (33.)

2:2    Ronny Schulze              (38.)

2:3    Max König                     (43.)

3:3    Manuel Ryll                   (77.)

3:4    Ronny Schulze              (83.)

4:4    Manuel Ryll                   (88.) 

SpG Lok/Viktoria: Eric Schuffenhauer, Philipp Mähne, Stefan Fahlenberg, Lucas Zygowski, Martin Dimitrov (71. Niklas Hornke), Christopher Focke, Gregor Just, Max König (88. Thomas Mittelmeyer), Enrico Krause, Johannes Sandles, Ronny Schulze

Michael Schumann

 

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